[update] Homeserver: Erste Funktionstests

Vor zwei Tagen habe ich meine Server-Hardware mal testweise aufgebaut und FreeNAS installiert. Die Installation verlief flott und ohne Probleme: USB-Stick als Zielmedium ausgewählt und anschließend als Boot-Medium im BIOS eingestellt. Schon startete FreeNAS lautlos.

Als Netzteil benutze ich momentan ein älteres Levicom-Model mit 300 Watt. Ich weiß, total überproportioniert. Trotzdem hatte es sich am besten geschlagen (Stromverbrauch) gegen vier andere Netzteile, die ich noch rumliegen habe. Ich hatte anfangs vor eine PicoPSU mit externem AC-Adapter zu nutzen. Das würde jedoch noch einmal Kosten von ungefähr 80€ bedeuten. Das würde ich doch nie mit dem etwas geringerem Stromverbrauch wieder reinbekommen. Also werde ich es erst einmal lassen. Leider geht damit auch einher, dass ich in meinem Gehäuse mehr Platz benötige und die Wärme des Netzteils im Gehäuse ist.

Als Alternative werde ich demnächst noch ein 110-Watt-Netzteil ausprobieren aus einem alten Compaq-Rechner (Ja, damals haben die noch richtig viele Rechner gebaut ;) ). Das ist auch wesentlich kleiner und es lässt den verbauten Lüfter ruhiger anlaufen.

Zwischendurch habe ich noch ein Coba 350-Watt-Model ausprobiert, was in einem vor Jahren gekauften Gehäuse mit dabei war. Leider wollte es am Asrock-Board nicht starten. An einem Uralt-PII-Board lief es wie am Schnürchen. Auch mit einer Brücke am ATX-Stecker ließ es sich starten. Fix habe ich das Netzteil also aufgeschraubt und angesehen. Ein leicht gewölbter Elektrolyt-Kondensator (Elko) mit brauner Substanz auf dem Haupt fiel mir auf. Mit den Elko-Daten im Kopf (470nF, 16V) schraubte ich weitere Netzteile auf und fand schließlich einen Ersatz. Der wurde ausgelötet und im Coba wieder eingelötet. Zack! Da ging das Coba auch wieder am Asrock-Board.

Im Standby einigermaßen sparsam (im Gegensatz zum Levicom) ist das Coba jedoch rund fünf Watt hungriger, wenn die Kiste läuft. In Tabelle 1 sind die gerundeten Verbrauchswerte für beide Netzteile mit und ohne SATAII-Festplatten (2x Samsung SP2504c) aufgezeigt. Alle Messungen wurden mit deaktiviertem Parallel-Port, Infrarot-Port, Floppy-Controller und Audio durchgeführt. Der Prozessor wurde fest auf 1000MHz und 0,725V eingestellt. Im Gegensatz zu den Normaleinstellungen des Prozessors (2500MHz, 1,2V) lassen sich allein dadurch über 20W sparen. Die volle Leistung brauche ich momentan eh nicht.

Tabelle 1: Verbrauchswerte in Watt
Standby BIOS Idle
Coba ohne HDs 4 33 30
Coba mit HDs 4 51-53 48-49
Levicom ohne HDs 6 29 25
Levicom mit HDs 6 48 43
Astec ohne HDs 1,5 29 26
Astec mit HDs 1,5 49 45

Vor der Netzteil-Odyssee hatte ich das Bedürfnis zu Basteln. Mir ist der Standardkühler auf dem Nvidia-Chipsatz (Geforce 7050/630a) aufgefallen. Der wurde so heiß, dass ich meinen Finger nicht länger als zwei Sekunden auf ihm halten konnte. Das geht natürlich nicht. Den Standardkühler habe ich durch ein höheres und mit mehr Finnen bestücktes Model von Cooler Master ersetzt. Dieser hat mir schon bei vorherigen Boards gute Dienste geleistet.

Nun folgt eine kurze Bilderstrecke, die den Chipsatz-Kühlertausch und den Tausch des defekten Elkos dokumentiert.

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Update:
In Tabelle 1 befinden sich nun auch die Werte des erwähnten Astec-Netzteils (Modell AA20760) mit 110W. Wie der Tabelle zu entnehmen ist, ist das Netzteil im Standby-Betrieb um einiges sparsamer als die anderen zwei Modelle. Jedoch ist es im Betrieb etwa ein bis zwei Watt stromhungriger als das Levicom.
Trotzdem werde ich mich für das Astec entscheiden, weil es kompakter ist und mir die Lüfterregelung angenehmer erscheint.

Homeserver: Hardware eingetroffen

Vor gut einer Woche konnte ich mich dazu entschließen Hardware für meine Serveridee zu bestellen. Nach der Lektüre und dem Stellen von Fragen im Meisterkühler-Forum (welches ich übrigens sehr empfehlen kann bei der Suche nach sparsamer Hardware) bin ich zu folgender Hardwareaufstellung gekommen:

  • CPU: AMD Athlon 64 X2 4850e
  • Mainboard: Asrock AliveNF7G-GLAN
  • RAM: 2×2GB A-Data DDRII-800 (Gaming Serie)
  • USB-Stick: Sankdisk Cruzer Contour 8GB

Im Idle scheinen sich die älteren Dual-Cores von AMD, bezogen auf den Stromverbauch, nicht von den Semprons (Single-Core) zu unterscheiden. Aus diesem Grund habe ich mich für den 4850e entschieden (und weil ich ihn haben wollte ;) ). Als Kühler soll ein Arctic Cooling Freezer 64 Pro genutzt werden. Der hat auch schon auf meinem 3500+ Athlon 64 gute Dienste geleistet. Jedoch kommt der Standardlüfter runter. Ich werde einen 12cm-Lüfter nehmen, der das gesamte System kühlen soll.

Das Mainboard ist dem sehr sparsamen Asrock N68PV-GS sehr ähnlich. Dieses wird im Meisterkühler-Forum als der Spartip gehandelt. Die Unterschiede sind ein Parallel-Port, mehr USB-Anschlüsse und vier anstatt zwei RAM-Slots. Außerdem ist das Layout etwas „luftiger“.

Eigentlich wollte ich den Standard-RAM von A-Data haben, der aber im Shop teurer war als die Gaming-Serie. Diese sind für 1,9 bis 2,1 Volt spezifiziert. Laufen habe ich sie jedoch mit Standardspannung von 1,8V und Standard-Timings.

Den Sandisk-Stick benutze ich für das Betriebssystem. Im Moment kommt FreeNAS zum Einsatz, das wunderbar vom USB-Stick läuft. Es nimmt auf dem Stick nur 100MB Platz in Anspruch. Da ich nicht weiß ob ich eventuell doch umsteigen werde, habe ich mich für 8GB entschieden. Zunächst wollte ich eine CF-Karte mit IDE-Adapter benutzen. Das Gehampel mit dem Adapter wollte ich mir aber sparen. Ein USB-Stick ist wesentlich flexibler und günstiger.

Farbe braucht die Welt

Gestern habe ich erfolgreich und nach etwa drei Stunden Drucken meine Bachelorarbeit in zweifacher Ausführung in Händen gehalten. Macht schon was her mit der Bindung. Diese Woche stand auch im Wesentlichen nur noch Korrekturarbeit an. Deswegen hatte ich etwas Zeit kreativ zu werden.

Von den Sprüharbeiten an meinen alten PC-Gehäusen habe ich schon Jahre Sprühdosen im Keller stehen. Eines Nachts hatte ich die Idee mal zu schauen ob die Farbe schon eingetrocknet ist. Sie ist noch nicht eingetrocknet gewesen. Also suchte ich ein Opfer zum besprühen. Da kamen mir meine Kopfhörer gerade recht. Ich will nicht lang um den heißen Brei herum reden. Seht selbst in den Bildern im Anschluss.

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