Thunderbird: Alternativer Mail-Client für Mac OS X

Solange ich denken kann, benutze ich als E-Mail-Client Thunderbird. Mit einer Version vor dem ersten Release habe ich angefangen. Zuvor mit Windows konnte ich mich nie recht mit Outlook anfreunden. Thunderbrid stellte eine gelungene und vor allem freie Alternative bereit. Außerdem mochte ich die Möglichkeit, wie bei Firefox, Addons zu nutzen und die Anwendung an meine Bedürfnisse anzupassen.

Mit dem Wechsel von Windows auf Mac OS X Ende letzten Jahres stellte ich zunächst eine Liste mit Programmen auf, die ich auf dem Mac vermissen würde. Nicht viele sind mir eingefallen und die meisten gab es für die drei großen Plattformen (Windows, Mac OS X, Linux). Für alle anderen habe ich gute Alternativen gefunden. Auch wenn Mac OS X mit einem Mail-Client ausgeliefert wird, wollte ich ihn bis heute nicht nutzen. Das liegt insbesondere an der Verteilung der eigentlichen Funktionen auf mehrere Programme.

Für mich muss ein Mail-Client mehr als nur E-Mails verwalten, senden und empfangen können. Ich hätte gerne ein integriertes Adressbuch sowie einen Kalender, der nicht nur lokale, sondern auch im Netzwerk befindliche Kalender einbindet. Klar kann ich das in OS X mit Mail, dem Adressbuch und iCal machen. Den Gedanken drei Applikationen für diese Aufgaben zu verwenden, möchte ich aber nicht verschwenden. So kam es, dass ich nach einem Tag Mail, Adressbuch und iCal schnell wieder zu Thunderbird wechselte. Vielleicht auch, weil ich nicht einsehe ein gutes, funktionierendes Prinzip zu ändern.

Mittlerweile hat Version 2 von Thunderbird einige Tage auf ihrem Buckel und die von mir lang ersehnte Version 3 lässt auf sich warten. Ab und zu werden Beta-Versionen in die Öffentlichkeit geworfen. So auch gestern: Version 3 Beta 4 ist nun aktuell. Neben einer dem System gut angepassten Benutzeroberfläche sind Tabs mit dabei. Ein sehr schönes Feature, was heutzutage selbstverständlich sein sollte.

Ansonsten hat sich auf den ersten Blick nicht viel verändert. Auf den zweiten Blick fällt die große Suchleiste auf. Dort eingegebene Begriffe werden nun auto-vervollständigt. Bestätigt man den Suchbegriff öffnet sich ein neuer Tab, in dem alle gefundenen E-Mails, die den Suchbegriff enthalten, aufgeführt werden. Zudem kann dann übersichtlich nach Kontakten und Ordnern gefiltert werden. Ein besonders hervorzuhebendes Feature ist die Zeitleiste. Diese visualisiert die Verteilung der gefunden E-Mails in den letzten Jahren mittels eines Balkendiagramms. Jeder Balken kann angewählt werden und somit die Suche zeitlich weiter eingeschränkt werden.

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Das Addon Lightning ist für die Kalenderfunktionen zuständig. In seiner aktuellen Version 0.9 ist es nicht kompatibel mit Thunderbird 3. Aus diesem Grund muss auf die aktuellen Nightly-Builds zurückgegriffen werden. Wem das manuelle Installieren zu aufwändig ist, kann sich mit dem Addon Lightning Nightly Updater behelfen. Dieses wird in Thunderbird eingebunden. Nach einem Neustart der Applikation wird im Hilfe-Menü von Thunderbird der Eintrag „Check for latest Lightning Nightly Builds…“ angezeigt. Diese Funktion lädt das aktuelle Nightly-Build von Lightning herunter und installiert es. Anschließend ist Lightning auch mit der Beta-Version von Thunderbird 3 lauffähig.

Daneben wird nun eine Zusammenfassung angezeigt, wenn mehr als eine E-Mail ausgewählt wurde. Außerdem ist der aus Firefox bekannte Addon-Manager integriert worden, mit dem aus Thunderbird heraus Addons gesucht und installiert werden können. Das Adressbuch wurde aufgemöbelt und kann in Mac OS X auf das hauseigene Adressbuch zugreifen. Growl-Nachrichten werden bei neu ankommenden E-Mails angezeigt. Per Spotlight kann nach Thunderbird-E-Mail gesucht werden.

Für mich ist Thunderbird 3 ein rundum gelungenes Paket mit vielen nützlichen Features, die es von seiner Vorgängerversion unterscheiden. Nicht zu kurz gekommen ist ebenso die Integration für Mac OS X. Ich warte jedenfalls gespannt auf die hoffentlich bald erscheinende finale Version und bleibe Thunderbird treu. :)

Homeserver: Mutterbrett und Abschirmung

Seit heute ist die Rückwand des Gehäuses fertig. Die Teile waren ja von mir zurecht geschnitten worden. Nun folgte das Lochblech, was an alle metallfreien Stellen kam. Fixiert habe ich es mit doppeleitigem Klebeband. Lochblech (Alu, 1mm dick) lässt sich im Gegensatz zum Gehäusematerial sehr gut mit einer Handwerkerschere schneiden.

Auch den rückseitigen Gehäuselüfter habe ich am Lochblech angebracht. Hinten soll dann später noch ein Lüftergitter vor den Rädern des sich drehenden Lüfters schützen. Weiterhin habe ich das Mainboard gut befestigt bekommen. Auf den alten Mainboardschlitten geschraubt, der nun zwischen ATX-Öffnung und einem Winkel aus meinem alten Metallbaukasten sitzt, habe ich es gut mit Moosgummi fixiert bekommen, quasi ohne Schrauben.

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Homeserver: Gehäusearbeiten

Seit nun fast einer Woche arbeite ich an dem Gehäuse meines Servers. Im vorigen Beitrag habe ich Bilders des ungefähren Aufbaus gezeigt. Der hat sich mittlerweile gefestigt und nach viel Nachdenken, Kritzeln, Sägen und Schrauben bin ich ein gutes Stück weitergekommen.

Ich habe noch mehr von einem alten PC-Gehäuse verwendet als ich zunächst wollte. Zum einen habe ich die Halterung für das Netzteil ausgesägt. Zum anderen benutze ich den Teil für die ATX-Blende und die Halterung für die Steckkarten. Alle diese Teile mussten gekürzt und ausgeschnitten werden. Gerade beim Material des PC-Gehäuses machte sich das teilweise sehr schwer und bereitete mir einige lange Stunden im Keller mit der Stichsäge, Handsägen und Feilen.

Nachdem die Metallteile fertig waren, konnte ich heute mit dem Aussägen der Rückplatte des neuen Gehäuses beginnen. Das gestaltete sich wesentlich einfacher. An der Rückplatte habe ich die erwähnten Teile des Gehäuses angebaut wie auf den folgenden Bildern ersichtlich. Das große Loch in der Mitte der Rückseite wird später von einem 12cm-Lüfter gefüllt.

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Schließlich habe ich auch schon einen Deckel aus einer alten Presspappenplatte ausgesägt und die Gummifüße des alten PC-Gehäuses am Boden des neuen Gehäuses befestigt.

Was jetzt folgt, sind die Befestigung für den Festplattenkäfig und die Auskleidung des Gehäuses mit Lochblech für die Abschirmung.

Homeserver: Platzbedarf und Gehäuse

Heute Abend habe ich mal mein unfertiges Gehäuse (großes Modell „Trissa“ von IKEA) teilweise aufgebaut und die Komponenten grob angeordnet. So konnte ich mir ein Bild vom Platzbedarf machen. Außerdem weiß ich nun, welche Änderungen am Gehäuse notwendig sind. Das Gehäuse wird etwas schmaler werden und einige Schneidearbeiten werden anfallen. Seht selbst.

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