Wie grün ist die globale Wolke?

Fukushima und die daraus entstandene Debatte über den erneuten und eventuell nun doch entgültigen Ausstieg aus der Atomenergie haben eines erreicht: viele Menschen machen sich Gedanken über die Energie, die sie verbrauchen, und woher diese Energie kommt. In der Sendung hartaberfair vom 20.04.2011 1 wurde angerissen, dass seit dem Unglück in Fukushima eine stark erhöhte Anfrage von „grünem“ Strom bei den Ökoanbietern zu verzeichnen ist. Anscheinend muss immer erst etwas passieren damit Menschen überzeugt werden können. Die Entwicklung ist nichtsdestotrotz erfreulich.

Nun beginnen wir Ökostrom zu nutzen und helfen damit den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Mobiltelefon und Notebook können mit etwas besserem Gewissen aufgeladen werden. Eine weitere erfreuliche Entwicklung ist der Einsatz von IT-Diensten, wie beispielsweise Videokonferenzen, die das besonders ressourcenaufwändige Reisen im Beruf vermindern. Das große Thema Cloud Computing ist nicht nur auf der diesjährigen Cebit 2 unterstrichen worden. Auch persönlich werden viele feststellen können, dass Daten und Dienste, die genutzt werden, sich immer weiter vom Benutzer entfernen. Soziale Netzwerke, Video-/Musikstreaming, Instanthosting, E-Mail, Dokumente - alles in der Wolke und von überall zugreifbar.

Was ist jedoch mit der Energie, die Dienstleister zum Anbieten vieler neuer (Cloud-) Dienste im IT-Bereich benötigen? Woher kommt die Energie? Wird Atom- oder Kohlestrom dafür genutzt? Diesen und vielen anderen Fragen ist Greenpeace im aktuellen Bericht “How dirty is our data? - A Look at the Energy Choices That Power Cloud Computing” 3 nachgegangen. Nun kann man von Greenpeace halten, was man möchte. Im Bericht werden jedoch komprimiert Fakten aufgeführt, die einen guten Einblick in die Problematik geben.

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Steam for Mac: Umzug von Torchlight Win auf Torchlight Mac

Für alle, die nach einem Umzug von Steam Windows auf das neue Steam Mac ihre Charaktäre von Torchlight vermissen, scheint es eine Lösung zu geben. Das Windowsprofil soll offiziell nicht über die Cloud für Mac verfügbar sein. Ich habe jedoch die gespeicherten Spielstände von der Windowsversion in die Macversion kopiert. Bis jetzt scheint alles gut zu laufen.

Dazu einfach die Spielstände von eurer Windowsversion aus dem Ordner

<Laufwerk>:\\<Benutzerordner>\Application Data\runic games\torchlight\save

in den Spielständeordner der Macversion nach

~/Library/Application Support/runic games/torchlight/save/

kopieren. Ob das bei allen ebenso funktioniert, kann ich nicht sagen. Ich habe im Steam Forum gelesen, dass es schon bei jemandem nicht funktioniert hat. Trotzdem gutes Gelingen!

Goldener Windbeutel: Reaktion des Gewinners

Die Wahl des Goldenen Windbeutels 2010 ist nun hinter uns und der Gewinner ist der Monte Drink von Zott. In einer Mitmachaktion konnte man der Firma Zott seine Meinung kundtun und eine E-Mail zusenden, die auffordert das Produkt zu überarbeiten. Gestern kam eine Antwort von Zott:

Wir respektieren die Wünsche unserer Verbraucher und handeln danach!

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme im Rahmen der breit angelegten Foodwatch-Aktion rund um den „Goldenen Windbeutel“. Ihre Meinung ist uns wichtig!

In unserer Molkerei ist schon seit Jahrzehnten der Grundsatz verankert: Wir respektieren die Wünsche unserer Verbraucher, erfüllen sie und betrachten sie als Anreiz für Verbesserung. Deshalb arbeiten unsere Produktentwicklung und das Marketing ständig daran, Produkte aus dem Hause Zott den aktuellen Ernährungsgewohnheiten und Vorstellungen der Konsumenten anzupassen und zu verbessern. Aus Verbraucher-Reaktionen wissen wir, dass Zott-Produkte als qualitativ sehr hochwertig eingeschätzt und deshalb auch gerne verzehrt werden.

Selbstverständlich nehmen wir auch alle Meldungen mit kritischem Hintergrund sehr ernst und beziehen diese in unsere Überlegungen und Handlungen ein. So haben wir die Voting-Aktion zur Verleihung des „Goldenen Windbeutels“ von Foodwatch mit Interesse beachtet und bereits erste Maßnahmen zu Produktüberprüfung ergriffen. Zur aktuellen Kritik über die Nährwerte des Zott Monte Drink möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass das Produkt in seiner Zusammen­setzung und Rezeptur derzeit überarbeitet wird und eine Anpassung des Etiketts und der Werbung erfolgt. Es laufen bereits erste Erfolg versprechende Versuche. Wir gehen davon aus, das Produkt in Kürze in überarbeiteter Zusammensetzung anbieten zu können, ohne dass Sie auf den guten Geschmack und gewohnten Genuss verzichten müssen. Im Übrigen: Nährwerte wie Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und Zucker sind schon heute eindeutig auf der Verpackung deklariert. Das hilft bei der Kaufentscheidung.

Wir freuen uns über eine wohlwollende und kritische Begleitung unserer Molkerei und freuen uns über jeden Konsumenten, der unsere Produkte mit Genuss isst.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Genuss-Molkerei Zott , Mertingen

Kann man ja nur hoffen, das wirklich etwas passiert. Bis dahin bin ich froh, dass die Aktion nun schon zum zweiten Mal etwas bewirkt hat. Bis dahin esse ich erstmal lecker Grießbrei mit selbsgemachtem Apfelmus!

Wahl des Goldenen Windbeutels 2010

Ich möchte auch auf diesem Wege einmal auf die Wahl des Goldenen Windbeutels hinweisen, die Online bestimmt wird. Diese Wahl wird durch foodwatch ausgeführt. Um es kurz zu halten: es geht um die dreisteste Werbelüge in diesem Jahr. Beim letzten Mal hat Actimel von Danone gewonnen (siehe auch diese Seite). Mehr Informationen gibt es auf abgespeist.de oder über die rechte Seitenleiste dieses Blogs.

Klimabilanz

Morgen (7.12.2009) beginnt in Kopenhagen der weltweite Klimagipfel. An der Uni besuche ich den Kurs Wissenschaftsphilosophie. Dort hat im Tutorium jeder Teilnehmer eine Patenschaft übernommen. Kein Tier oder ähnliches. Wir betreuen über das Semester ein Thema, dass wissenschaftlich in der Öffentlich diskutiert wird. Mein Thema ist nicht der Klimawandel, Jedoch hat ein anderer Teilnehmer dieses Thema gewählt und berichtet seit drei Wochen über den nun startenden Klimagipfel.
Aus diesem Grund werde auch ich nebenbei oder konkret durch dieses Thema angesprochen und lasse mich auch mal dazu hinreißen einen etwas längeren Artikel zu lesen. In der letzten Ausgabe des SPIEGEL (49/2009) sowie der jetzigen Wochenendausgabe der Berliner Zeitung war viel zu lesen über den Klimagipfel. Ich möchte hier nicht zitieren, was woanders geschrieben wurde. Ich möchte aber auf Dinge eingehen, über die ich, angeregt durch die Artikel, selbst nachgedacht habe.

Was verursacht wieviel? Wieviel verursache ich?

Interessant fand ich insbesondere Statistiken über den persönlichen CO2-Ausstoß und welche Produkte mit welchen Anteil daran beteiligt sind. In der Berliner Zeitung haben die Redakteure jeweils ihre eigene CO2-Bilanz aufgestellt. Das kann ich im Moment nicht machen, aber ich versuche es nachzuholen. Was besonders auffiel, waren Reisen. Menschen, die viel unterwegs sind, vor allem mit dem Flugzeug, verursachen einen erhöhten CO2-Ausstoß. Rund 15% der Emissionen werden dadurch verursacht.
Ich persönlich glaube, dass ich eine ziemlich weiße Weste trage in diesem Bereich. Ich bin in meinem Leben erst einmal geflogen. In den letzten Jahren bin ich nur wenig im Urlaub gewesen und habe diesen zumeist in meinem Heimatland oder nicht weit außerhalb verbracht. Das sind auch die einzigen Male, dass ich persönlich ein Auto benutze. Ich wohne in einer Stadt und ein Auto zu nutzen, macht für mich wenig Sinn. Ich fahre kürzere Strecken mit dem Fahrrad und für längere nehme ich die öffentlichen Verkehrsmittel. Projekte wie in Berlin, mit denen der Einsatz des privaten Autos zurückgehen soll, kann ich nur unterstützen. Morgens sehe ich viele Leute, die alleine in ihrem Auto sitzen. Wozu sind noch drei bis vier Plätze leer? Vielleicht mindert das auch nachhaltig die Lärmbelästigung und schont die Nerven der meisten Autofahrer. Dazu muss jedoch der öffentliche Nahverkehr weiter ausgebaut werden, der Fahrintervall der Verkehrsmittel erhöht werden. Denn mit vielen anderen Menschen in einer warmen, miefenden Bahn zu stehen, ist kein Anreiz sie zu nutzen.

Ein weiterer großer Faktor für den CO2-Ausstoß ist die Massentierhaltung (18%). Die Tiere bekommen Nahrung, dass aus Sojabohnen besteht, für die Wald gerodet wird. Nicht nur das, die Tiere stoßen selbst Methangase aus, die viel gefährlicher als Kohlendioxid sind. Laut SPIEGEL kommen auf ein Kilo Rindfleisch so 36 Kilogramm CO2, dass in der Atmosphäre landet. Jeder Deutsche soll 88 Kilo im Jahr essen. Was da zusammenkommt, kann jeder selbst nachrechnen.

Weiter ist der Anbau von Ölpalmen ein Klimakiller. Für den Anbau werden ebenso Wälder gerodet. Das Öl scheint in so ziemlich allem zu sein, auf dem „Pflanzenöl“ draufsteht: Bratöl, Kekse, Fertiggerichte, Kosmetik, …
Allgemein scheint die massenhafte Landwirtschaft nicht vorteilhaft für die CO2-Bilanz zu sein. Blumen aus Holland, in Gewächshäusern angebaut, hinterlassen eine größere CO2-Spur als Blumen aus Afrika.
Ich kann zwar nicht behaupten darauf zu achten, in welchen Produkten Palmöl enthalten ist, aber ich esse wenig Fleisch, ernähre mich viel pflanzlich. Noch besser wäre es natürlich, wenn ich nur pflanzliche Produkte aus der Umgebung essen würde. Bei Äpfeln tue ich es, die wachsen nichtmal 50 km von zu Hause. Auch Erdbeeren und Kirschen pflücke ich in der Saison oft selbst. Hier besteht für mich also Verbesserungsbedarf.
Die Großteil des CO2-Ausstoßes geht auf Energiegewinnung und das Heizen unserer Wohnungen. Hier kann ich auch nicht behaupten mich besonders vorteilhaft zu verhalten. Ich mache zwar das Licht aus, wenn ich es nicht brauche, schalte die Heizung zurück, wenn ich nicht da bin, bin eher Kurzduscher und Baden kommt nur vor, wenn ich kränkel. Trotzdem würde ich wohl noch mehr anders machen in der eigenen Wohnung.

Worauf ich den letzten Jahren weniger geachtet habe, ist der Konsum. Jedes Gerät, jedes noch so kleine Gadget, muss hergestellt werden. Dafür ist meist eine große Menge an Energie von Nöten. Noch schlimmer ist es das Gerät nach nur kurzer Zeit wegzuschmeißen und wegen „Technikgeilheit“ ein neues zu kaufen. Ich will nicht behaupten, dass ich das regelmäßig getan habe. Trotzdem gab es das eine oder andere Gerät, dass funktionierte und ich trotzdem umsteigen wollte. Trotzdem habe ich versucht die Geräte nicht wegzuschmeißen, sondern habe versucht sie zu verkaufen. Auch habe ich versucht, wenn möglich, nicht zu alte Gebrauchtgeräte zu kaufen. Ein neues Gerät belastet die Umwelt mehr.
Wenn es wirklich vorkommen sollte, dass ein Gerät nicht mehr zum verkauf geeignet war, habe ich es nicht einfach in den Hausmüll geworfen, sondern gerecht entsorgen lassen. Genauso verfahre ich bei Batterien und Druckerpatronen. Meinen alten PC, der beim Nichtstun schlappe 120W verbrauchte, habe ich gegen ein Notebook ausgetauscht, dass weniger als ein Fünftel dessen benötigt. Meinen Server habe ich mit Stromspargedanken im Hinterkopf zusammengestellt. Trotzdem habe ich die Komponenten neu gekauft. Ich gestehe.
In der Zukunft werde ich versuchen Geräte länger zu nutzen und an neue Gadgets denken und sie mir dann aus dem Kopf schlagen. Schont auch die Geldbörse. :)